NORMAN SINN

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15 Jahre Zughafen

Wir begannen naiv und spielerisch, eigentlich wollten wir nur Musik machen. Wir bauten und wuchsen gemeinsam, von den kleinen Hip-Hoppern zu dem was wir jetzt sind. Mittlerweile blicken wir auf 15 ereignisreiche Jahre zurück.
Am 22.04. könnt Ihr euch selbst ein Bild machen, da stehen die Türen von 13-19 Uhr offen. Ab 20 Uhr lassen wir die JB-Session aufleben, nehmen uns das Mic und schauen wie gut die RowdyClub Texte noch sitzen.
Und natürlich feiern wir die zarte Blume Kultur. Kommt also zahlreich.

AAND NEN – das Musikvideo zu dem Song, der auf unserer Projektreise in Äthiopien entstand.

Samuel Yirga & Clueso feat. Norman Sinn & Tim Neuhaus – AAND NEN (WE ARE ONE)

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Sich ein Bild von der Welt machen

Nachdem ich mit Viva con Agua, der Welthungerhilfe, Clueso, Max Herre und Tim Neuhaus in Äthiopien war, habe ich es immer noch nicht geschafft alle meine Eindrücke niederzuschreiben. Für die gemachten Erfahrungen bin ich jedoch sehr dankbar und freue mich, am 16.07.16, zur Millerntor-Gallery nach Hamburg zu fahren. Dort treffen alle Beteiligten der Äthiopien-Reise für ein Konzert zusammen. Sogar Samuel Yirga kommt rüber geflogen, um mit uns den in Adis Abeba entstanden Track zu spielen. Kommt also zahlreich…

Beste Grüße

Norman Sinn

Drei Übel

„Drei Übel“ ist ein weiterer Auszug aus „Sicht der Dinge“. Geschrieben hab ich es schon 2012. Und trotzdem bleibt das Thema aktuell.

b-motiv-ichkrieg-diekrise

Grafik: reduzieren.com

Aus aktuellem Anlass

 

 

Ich bin erlegen meiner Lage,
überlag’re alte Pfade,
bin aktuell, wie die Geschichte,
die ich trage.
Schichte unter mir
Erzählung vergangener Tage,
die ich begrabe;
Jeden Blick darauf versage.
Schlage mich zwischen Wohnscheiben,
vorbei an Obsthain’,
in jede Himmelsrichtung,
glänze nachts von Mondschein;
Mach’ an manchen Ecken Halt,
gestalt’ mir ’n Bild, ohne Vorbehalt,
verhalt’ mich still, bis der letzte Ton verhallt.
Dringt aus Wohnungen Streit,
zieh’ ich vorbei,
lieg’ für den, dem es reicht,
als Fluchtweg bereit;
Verbinde Städte
wie Länder,
fortwährend, im Spiel der Zeit.
Bin ich der Weg,
auf dem Ihr euer Ziel erreicht?
Für Einen, der wenig läuft,
bin ich oft viel zu weit,
es fällt schwer,
so weit zu geh’n,
ein mancher zielt vorbei:
Für den, der seinem Ich nicht folgt,
wär’s besser, er bleibt;
Wer seinen Kurs nicht kennt,
verrennt sich in Ort und Zeit.

Zu meinen Seiten
gab es schon viele Fassaden,
es gab ’ne Zeit,
da lagen Menschen erfrierend im Graben,
sie wollten einen Ander’n,
als mich, zum Führer haben,
schon spazierten Soldaten
auf mir ihre Kriegsparaden.
Die im Krieg nicht starben,
sprachen ihr Bedauern aus,
ich sah, wie sich alle
die Hände zum Frieden gaben,
kurze Zeit später
ließ man auf mir ’ne Mauer bauen
und hörte die eine-,
zur ander’n Seite „ Drüben“ sagen.
Mir ist nicht bekannt,
von welchem Punkt ich entstand,
der Punkt war wohl der,
dass ich Punkte verband;
Es zogen Jahrzehnte
des Verstummens ins Land,
bis keiner mehr
Antworten für diesen Unsinn erfand.
Nun führe ich wieder,
beinah’
grenzenlos weit,
den Menschen auf mir,
vielleicht bis ans Ende der Zeit:
Für den, der mich durchschaut,
halt’ ich Erkenntnis bereit,
für den unwissenden Rest,
bleib’ ich ein endloser Kreis.

// die Straße